Gibt es noch Marketing für Normalos?
Die Wahrheit in der Marketing Branche
Viele Erfolgsgeschichten im Online-Marketing sind nicht falsch. Aber sie verschweigen oft den entscheidenden Punkt: die Voraussetzungen dahinter.
Denn es macht einen Unterschied, ob jemand mit Geld, Zeit, Aussehen, Kontakten, Support, alter Reichweite oder einer extremen Geschichte startet – oder ob jemand ein ganz normales Leben hat. Mit Verantwortung. Mit Familie. Mit begrenzter Zeit. Mit echtem Druck.
Und genau deshalb scheitern so viele daran, erfolgreiche Strategien einfach nachzubauen. Nicht, weil sie zu dumm sind. Nicht, weil ihnen Talent fehlt. Sondern weil viele dieser Wege für normale Menschen nicht duplizierbar sind.
Sexiness sells
Es gibt Frauen, die sich tatsächlich in Unterwäsche präsentieren und dadurch eine Menge Aufrufe, Follower und natürlich auch Anschriften bekommen. Aber diese Strategie wird häufig falsch verstanden.
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Denn viele dieser Anschriften sind keine echten Business-Leads, sondern haben eine ganz andere Zielrichtung. Sexiness sells. Das ist brutal ehrlich, aber es stimmt. Es gibt Menschen, vor allem Frauen, die sich auf Social Media sehr körperbetont, sehr sexy oder tatsächlich in Unterwäsche präsentieren und dadurch eine enorme Aufmerksamkeit erzeugen. Sie bekommen viele Aufrufe, viele Follower, viele Nachrichten und natürlich sieht das auf den ersten Blick aus wie ein unfassbar erfolgreiches Marketing.
Aber die Frage ist: Was passiert da wirklich?
Denn nur weil viele Menschen hinschauen, heißt das noch lange nicht, dass sie kaufen wollen. Und nur weil viele Menschen schreiben, heißt das noch lange nicht, dass daraus seriöse Business-Anfragen entstehen. Häufig werden diese Frauen und diese Strategien nicht wirklich als Business-Ansprechpartner wahrgenommen, sondern die Zielrichtung der vielen Anschriften und Leads ist meist eine ganz andere.
Das ist ein wichtiger Unterschied. Aufmerksamkeit ist nicht automatisch Vertrauen. Reichweite ist nicht automatisch Umsatz. Und viele Nachrichten sind nicht automatisch eine hochwertige Zielgruppe. Genau hier entsteht bei vielen Menschen ein völlig falsches Bild davon, was wirklich funktioniert.
Dazu kommt: Dieser Weg ist nicht für jeden duplizierbar. Nicht jeder hat das Glück, besonders gut auszusehen oder eine besondere Ausstrahlung zu haben. Und selbst wenn jemand das hätte, will auch nicht jeder diesen Weg gehen. Viele Menschen wollen nicht über ihren Körper verkaufen. Viele wollen nicht über Sexiness sichtbar werden. Viele wollen als Coach, Berater, Unternehmer oder Experte ernst genommen werden. Deshalb kann diese Strategie funktionieren, aber sie ist nicht für jeden duplizierbar.
Intensiver Support im Hintergrund
Viele scheinbare Selfmade-Erfolge sind gar nicht so selfmade, wie sie nach außen wirken. Im Hintergrund gibt es oft reiche Verwandte, Partner, Agenturbesitzer, Budgets, Kontakte oder Menschen, die jemanden massiv promoten.
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Diese Geschichte wird uns am Ende des Tages fast immer verschwiegen.
Der nächste Aspekt ist intensiver Support. Da ist es so: Es gibt viele, die diesen Weg geschafft haben, weil im Hintergrund irgendjemand massiv unterstützt hat. Reiche Verwandte. Partner. Agenturbesitzer. Investoren. Kontakte. Menschen mit Reichweite. Menschen mit Geld. Menschen mit Möglichkeiten.
Dadurch entstehen ganz andere Voraussetzungen.
Wer im Hintergrund jemanden hat, der Kampagnen finanziert, Kontakte öffnet, Reichweite schiebt, Content produziert, Ads bezahlt oder eine komplette Strategie aufsetzt, startet nicht bei null. Auch wenn es nach außen oft genau so erzählt wird. Plötzlich sieht es so aus, als hätte sich jemand alles komplett allein aufgebaut. Als wäre da nur Disziplin gewesen. Nur Mindset. Nur harte Arbeit. Nur ein bisschen Mut.
Aber die ganze Geschichte wird uns am Ende des Tages fast immer verschwiegen.
Und genau das ist gefährlich. Denn dann versuchen normale Menschen, genau diese Strategien nachzubauen. Sie sehen nur die Oberfläche. Sie sehen den Content, den Erfolg, die Bühne, die Umsätze, die Follower, aber nicht die Unterstützung dahinter. Sie sehen nicht das Budget. Sie sehen nicht die Beziehungen. Sie sehen nicht die Agenturpower. Sie sehen nicht die Menschen, die im Hintergrund Türen geöffnet haben.
Dann sitzt jemand zu Hause, hat Kinder, Verpflichtungen, laufende Kosten, wenig Zeit, wenig Budget und fragt sich, warum dieselbe Strategie bei ihm nicht funktioniert. Die Antwort ist einfach: Weil es nicht dieselbe Strategie ist. Es sieht nur so aus. Die sichtbare Strategie ist oft nur die Verpackung. Die eigentliche Strategie liegt im Hintergrund.
Und genau deshalb ist dieser Weg häufig nicht duplizierbar.
Die jungen Wilden
Es gibt junge Menschen, die wirklich großartige Erfolgserlebnisse haben. Aber oft starten sie aus einer völlig anderen Lebenssituation heraus. Ohne Kinder, ohne große Verantwortung, ohne laufende Verpflichtungen und manchmal direkt aus dem Kinderzimmer.
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Das ist bewundernswert, aber für die meisten Menschen nicht einfach nachbaubar.
Dann gibt es die jungen Wilden. Eine ganz besondere Zielgruppe. Auch die können tatsächlich oft von großartigen Erfolgserlebnissen sprechen und haben die tatsächlich auch. Und das soll man ihnen auch nicht kleinreden. Im Gegenteil. Ich finde es großartig, wenn junge Menschen früh anfangen, sich ausprobieren, lernen, Risiken eingehen und sich ein eigenes Business aufbauen.
Aber auch hier muss man genauer hinschauen.
Denn die Voraussetzungen sind manchmal ganz andere. Wenn man da genauer reinschaut, dann sind das oft Menschen, die weder Kinder haben noch große Verantwortung tragen. Sie wohnen vielleicht noch zu Hause. Sie haben keine Familie zu ernähren. Keine hohen Fixkosten. Keine Mitarbeiter. Keine Altlasten. Keine Verpflichtungen, die sie jeden Monat einholen. Sie können aus dem Kinderzimmer starten und sich komplett auf ihr Business konzentrieren.
Das ist eine riesige Freiheit.
Diese Chance, sich mit etwas auseinanderzusetzen, zu lernen, auszuprobieren und auch scheitern zu dürfen, haben die meisten Menschen nicht. Viele Menschen können nicht einfach sechs Monate testen, ohne Geld zu verdienen. Viele können nicht jeden Tag zwölf Stunden Content machen. Viele können nicht alles stehen und liegen lassen, um in irgendeinen Algorithmus reinzuwachsen. Viele müssen funktionieren. Für ihre Kinder. Für ihre Familie. Für ihre Kunden. Für ihr Leben.
Diese Geschichten sind wirklich großartig und ich möchte jeden unterstützen, der genau diesen Weg so anfängt. Aber wenn jemand mit 40, 45 oder 50 startet, mit Kindern, Verantwortung, finanziellen Verpflichtungen und einem vollen Leben, dann braucht er eine andere Strategie. Eine Strategie, die zu seinem echten Leben passt. Deshalb sind diese Geschichten inspirierend, aber schlecht duplizierbar.
Gestartet vor dem großen Online-Boom
Wer vor 2020 gestartet ist, hatte oft völlig andere Marktbedingungen. Social Media war offener, Reichweite war leichter, Leadpreise waren niedriger und die Konkurrenz war deutlich kleiner.
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Heute ist Online-Business ein Verdrängungsmarkt. Das bedeutet nicht, dass man heute nicht starten kann. Es bedeutet nur, dass man mehr Geduld und mehr Smartness braucht.
Ein weiterer Punkt sind die Menschen, die vor 2020 gestartet sind. Ich weiß nicht, ob man diese Zielgruppe so nennen sollte, aber inhaltlich ist genau das wichtig: Start vor 2020. Denn da gibt es tatsächlich zwei Aspekte, die man beachten muss.
Mit Corona haben viele verstanden, dass Online-Business ein sehr sicheres Geschäft ist. Plötzlich wollten alle online sichtbar werden. Plötzlich wollten alle digitale Produkte verkaufen. Plötzlich wollten alle Coach, Berater, Online-Marketer oder Expertenmarke sein. Und gleichzeitig wurden Tausende von Coaches und Online-Marketern in diesem Segment ausgebildet.
Dadurch ist es zu einem Verdrängungsmarkt im Online-Business gekommen.
Während man früher auf Social Media innerhalb weniger Wochen einen riesigen Kanal aufbauen konnte und Leadpreise im Cent-Bereich möglich waren, sind die Voraussetzungen heute komplett andere. Die Aufmerksamkeit ist härter umkämpft. Die Menschen sind vorsichtiger. Die Werbekosten sind höher. Die Konkurrenz ist massiver. Und viele Strategien, die früher fast automatisch funktioniert haben, funktionieren heute nicht mehr auf dieselbe Weise.
Das bedeutet nicht, dass man heute nicht noch einmal starten kann. Es bedeutet nur, dass man ein wenig Geduld und mehr Smartness braucht. Heute reicht es nicht mehr, einfach nur laut zu sein. Heute braucht es Klarheit. Positionierung. Wiedererkennbarkeit. Substanz. Und eine Strategie, die nicht auf alten Marktbedingungen basiert.
Der zweite Aspekt dabei ist natürlich auch die Zeit. Wer sich über Jahre an seinem Branding und in seinem Projekt aufhält, wird fast immer erfolgreich. Sichtbarkeit wächst. Vertrauen wächst. Inhalte wachsen. Die eigene Klarheit wächst. Das ist völlig logisch.
Und dennoch würde sich die Frage stellen, ob jemand, der in dieser Zeit gestartet hat, heute bei null wieder genau den gleichen Erfolg hätte. Genau diese Frage wird viel zu selten gestellt. Denn viele Menschen verkaufen heute Strategien, die unter Bedingungen entstanden sind, die es so nicht mehr gibt. Und das ist häufig nicht duplizierbar.
Die Showmaker
Viele Menschen präsentieren sich als unfassbar reich und als Millionäre. Die Wahrheit dahinter sieht aber oft tatsächlich ganz anders aus. Da ist sehr viel Show.
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Das zieht viele Menschen an, aber unterm Strich wird häufig nicht das erfüllt, was versprochen wird.
Viele Menschen präsentieren sich als unfassbar reich und als Millionäre. Teure Autos. Luxusuhren. Villen. Reisen. Private Jets. Große Bühnen. Große Worte. Große Versprechen. Alles sieht nach Erfolg aus. Alles sieht nach Reichtum aus. Alles sieht nach einem Leben aus, das andere Menschen unbedingt auch haben wollen.
Aber die Wahrheit dahinter sieht oft tatsächlich ganz anders aus.
Ich selbst habe mit vielen dieser vermeintlichen Millionäre gearbeitet und oft konnten sie nicht mal eine 1000-Euro-Rechnung bezahlen. Das ist brutal, aber es ist wahr. Nach außen wurde Reichtum inszeniert. Nach außen wurde Erfolg gespielt. Nach außen wurde eine Fassade aufgebaut. Aber sobald es konkret wurde, war da oft nicht viel Substanz dahinter.
Da ist tatsächlich immer sehr viel Show. Und natürlich funktioniert Show. Show zieht Aufmerksamkeit. Show zieht Menschen an. Show triggert Wünsche. Show verkauft Träume. Viele Menschen wollen glauben, dass sie nur genau diesem Menschen folgen müssen, um auch reich, frei und erfolgreich zu werden.
Aber unterm Strich wird häufig nicht das erfüllt, was versprochen wird. Die Menschen kaufen nicht nur ein Produkt. Sie kaufen eine Illusion. Sie kaufen die Nähe zu einem angeblichen Millionär. Sie kaufen die Hoffnung, dass dessen Erfolg auf sie abfärbt. Und genau deshalb ist dieser Markt so gefährlich.
Diesen Weg möchte auch tatsächlich nicht jeder gehen. Nicht jeder will Reichtum vorspielen. Nicht jeder will sich größer machen, als er ist. Nicht jeder will mit einer Fassade arbeiten. Nicht jeder will Menschen über Show anziehen. Deshalb ist dieser Weg auch nicht wirklich duplizierbar.
Drama oder mit Handicap
Es gibt viele Geschichten, die unglaubliche Aufmerksamkeit erreichen, weil Menschen mitfühlen, Mitleid haben oder eine besondere Aufmerksamkeit entsteht.
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Das kann sehr kraftvoll sein und ich habe den größten Respekt vor jedem Einzelnen, der damit rausgeht. Aber auch dieser Weg ist nicht für jeden duplizierbar.
Natürlich ist es so, dass es viele Geschichten gibt, die unglaubliche Aufmerksamkeit erreichen, einfach dadurch, dass man mitfühlt, Mitleid hat oder eine besondere Aufmerksamkeit damit erzielen kann. Menschen bleiben stehen. Menschen hören hin. Menschen teilen solche Geschichten. Menschen fühlen etwas. Und genau dadurch entsteht Sichtbarkeit.
Das ist nicht negativ gemeint. Im Gegenteil.
Ich finde es bemerkenswert und bewundernswert, wenn Menschen Handicaps haben oder gewisse Krankheiten, mit denen sie rausgehen und auch andere Menschen unterstützen. Dafür braucht es Mut. Dafür braucht es Offenheit. Dafür braucht es Stärke. Und ich habe den größten Respekt vor jedem Einzelnen, der das tut.
Aber trotzdem muss man ehrlich sagen: Das ist etwas, das nicht jeder kann und auch nicht jeder will. Nicht jeder hat diese Geschichte. Nicht jeder will mit Krankheit, Schmerz oder Handicap sichtbar werden. Nicht jeder möchte diesen persönlichen Teil seines Lebens in den Mittelpunkt seines Marketings stellen. Und nicht jeder kann damit dieselbe Aufmerksamkeit erzeugen.
Auch hier geht es also nicht darum, diese Menschen kleinzumachen. Ganz im Gegenteil. Es geht darum, ehrlich zu unterscheiden, welche Strategien für wen funktionieren können. Wenn jemand durch seine persönliche Geschichte besondere Aufmerksamkeit bekommt, dann ist das echt, berührend und oft sehr wertvoll. Aber tatsächlich ist das auch nicht für jeden duplizierbar.

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