Heute Morgen beim Walking am Meer kam mir ein Gedanke.
Man sagt oft:
Der Optimist und der Pessimist haben dieselben Probleme.
Der Optimist hat nur mehr Spaß dabei.
Dann stellte ich mir vor, wie sich beide begegnen.
Der Optimist sagt:
„Die Hoffnung stirbt zuletzt.“
Der Pessimist antwortet:
„Aber sie stirbt.“
Ich musste schmunzeln.
Und gleichzeitig ließ mich dieser Gedanke nicht mehr los, denn vielleicht geht es gar nicht um Optimismus oder Pessimismus. Vielleicht geht es um eine ganz andere Frage, wann kämpfe ich noch gegen das Leben? Und wann höre ich auf zu kämpfen – nicht weil ich aufgebe, sondern weil ich mich dem Leben hingebe?
Für mich gibt es einen entscheidenden Unterschied.
Aufgeben entsteht aus Hoffnungslosigkeit.
Es sagt:
“Es hat keinen Sinn mehr.”
Hingabe entsteht aus Vertrauen.
Sie sagt:
“Ich muss nicht mehr alles kontrollieren.”
Von außen kann beides gleich aussehen, doch innerlich liegen Welten dazwischen. Ich glaube, viele der wichtigsten Wendepunkte in unserem Leben beginnen genau dort. Nicht, weil plötzlich alle Probleme verschwinden.
Sondern weil wir aufhören, unsere gesamte Energie gegen das einzusetzen, was gerade ist. Vielleicht bedeutet Vertrauen nicht, sicher zu wissen, wie alles ausgeht. Vielleicht bedeutet Vertrauen, den nächsten Schritt trotzdem zu gehen.
Mich beschäftigt diese Frage seit heute Morgen.
Wo endet für dich das Aufgeben – und wo beginnt Hingabe?
Ich freue mich auf deine Gedanken.

Antworten
Für mich lag und liegt die größte Schwierigkeit im Aufgeben. Das bekomme ich kaum hin obwohl es Momente in Leben gab an denen das schlauer gewesen wäre. Ich denke die Hingabe entsteht, wenn der Verstand aus ist und sich der Weg innerlich immer noch richtig anfühlt. Wenn alles, vielleicht auch entgegen der Ratio sich gut anfühlt. Wenn es darum geht zu Vertrauen und wenn das Gefühl da ist, das es eben alles zum richtigen Zeitpunkt kommt. Und ein Punkt ist wichtig: Ich arbeite jeden Tag an meinen Zielen. Diese Hingabe nennen viele Menschen aber anders. Sie sagen Sätze wie „ich kämpfe jeden Tag für meine Ziele“ und wer sein Mantra auf Kampf legt wird es nicht leicht haben und nie etwas Positives anziehen. Für mich ist es „einen Weg gehen“ auf mein Ziel zu gehen. Und jeder Schritt fühlt sich gut an.