Viele Menschen glauben, ich sei nach Thailand gegangen, um ein neues Leben zu beginnen.
Heute glaube ich, dass das nicht stimmt. Ich bin nicht nach Phuket gegangen, um etwas Neues aufzubauen. Ich bin hierher gekommen, um etwas Altes loszulassen.
Lange Zeit dachte ich,
ich müsste immer weiter.
Mehr leisten 💪
Mehr erreichen 📈
Mehr beweisen 🤼♂️
Vielleicht begann das schon in meiner Jugend, beim Ringkampf wurde ich oft Zweiter. Und obwohl das eigentlich schon eine sehr gute Leistung war, wollte ich immer Erster sein.
Dieses Muster hat mich lange begleitet.
Nicht nur im Sport, sondern auch im Leben. Immer weiter, immer besser.
Immer mehr. Heute Morgen wurde mir bei meinem Walk am Meer etwas bewusst:
Das Rennen ist vorbei.
Nicht weil ich gewonnen habe, sondern weil ich ausgestiegen bin. Phuket hat mir dabei geholfen, nicht wegen der Palmen oder der Sonne.
Sondern weil ich hier gelernt habe, dass das Leben auch dann weitergeht, wenn ich einmal nichts leiste.
Das Meer erinnert mich jeden Tag daran. Die Menschen hier erinnern mich daran. Und manchmal sogar ein Regentag.
Der alte Torsten meldet sich noch immer gelegentlich.
Er fragt:
“Müsstest du nicht mehr tun?”
“Müsstest du nicht produktiver sein?”
Doch immer öfter antworte ich:
“Nein.”
“Heute darf ich einfach sein.”
Und vielleicht liegt genau darin die größte Veränderung meines Lebens.
Nicht im Ort.
Sondern in der Art, wie ich heute lebe.
Gab es in deinem Leben einen Moment, in dem du aufgehört hast, gegen etwas anzukämpfen?

Antworten
Ohja Torsten, einfach nur sein und nichts leisten müssen. Das ist eine sehr gesunde Einstellung.